Donnerstag, 02.04.2020 21:45 Uhr

Huber-Verlag Mannheim Pleite

Verantwortlicher Autor: Heinz-Willy Keusgen (hwk) Manheim, 17.02.2020, 14:43 Uhr
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Huber Verlag Rockerbücher
Huber Verlag Rockerbücher  Bild: Heinz-Willy Keusgen (hwk)

Manheim [ENA] Die Nachricht schockierte viele Biker, im besonderen Maße aber Rocker und Tattoo-Szenegänger. Der einschlägig führende Magazin- und Buchverlag in beiden Milieus ist pleite und mußte Anfang Februar beim Amtsgericht in Mannheim einen Insolvenzantrag einreichen.

Der Ende 1979 von Günther „Fips“ Brecht gegründete Verlag veröffentlicht seit 1980 bis heute die „BikersNews“ , DEM Sprachrohr der Rocker. In periodischen Abständen erscheinen die Magazine „Custombike“, „Dream-Maschines“, „TätowierMagazin“, „Tattoo Erotica“ und „Roadster“. Nach Angaben des Verlags beschäftigt dieser zur Zeit 60 festangestellte sowie weitere 150 freie Mitarbeiter. Im verlagseigenem Onlineshop werden Szene-Bücher, Bekleidung und Accessoires angeboten. Zudem veranstaltet der Verlag die jährlich am ersten Dezemberwochenende in Bad Salzuflen stattfindende „Custombike-Show“. Die Custom-Messe hat sich zu Europas größtem Wettbewerb für radikal umgebaute Motorräder etabliert.

Seit 2018 können die Custombike-Fans auch im Sommer feiern. Der Huber-Verlag organisiert jährlich Mitte Juli auf dem Maimarkgelände in Mannheim die „Custombike-Summer-Days“. Dort finden im Gegensatz zum winterlichen Bad Salzuflen Bikes-Shows, Probefahrten, Stunt-Shows, Mainstreet und Konzerte unter freiem Himmel statt. Die beiden bundesweit angesagtesten Biker-Veranstaltungen sollen trotz Insolvenz vorerst weiterlaufen.

„Es gibt eine große und treue Fangemeinde und daher auch einen entsprechenden Bedarf an den Produkten und Leitungen des Huber-Verlags“ erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Wahl. Er sehe durchaus Chancen für Sanierung und Fortführung und mit Hilfe eines neuen Investors, der frisches Geld einbringe, könne ein Neustart gelingen, so Rechtsanwalt Wahl. Bis Ende April muß eine Lösung gefunden sein, wenn nicht, muß Günther Brecht, Gründer und Inhaber des Verlags, nach 40 Jahren die Tore endgültig schließen.

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